Dienstag, 2. Oktober 2012

kleine Merkliste für ungesunde Nahrungsmittel


Foto: Frank Wechsel
Gerade jetzt in der Off-Season ist das Thema Gewicht wieder äußerst interessant, wenn die Essmengen beibehalten werden, gleichzeitig aber das Training zurückgefahren wird. Kann ich aus eigener Erfahrung vollkommen nachvollziehen. Damit ihr im Frühjahr euch nicht wieder 5-10 Kilo herunter hungern müsst, hier eine kleine Hilfestellung für den Alltag. Besonders beim Einkaufen kann man noch aktiv beeinflussen was in den Korb kommt. Wenn es einmal zuhause liegt, ist es zu spät!

Außer Frauen, die bekommen das tatsächlich hin jeden Tag nur ein Stück Schokolade von der Tafel abzubrechen. Ein Wunder an Disziplin, die ich und die meisten Männer nie bekommen werde.

Von folgenden Nahrungsmitteln solltet ihr die Finger lassen, bzw. sie nur in Maßen vertilgen: 

- Sie kommen in viel Verpackung daher.
- Sie sind mehrfach verarbeitet und haben mit ihren ursprünglichen Zutaten nichts mehr gemein – oder noch schlimmer, es ist gar nicht erkenntlich, aus welchen ursprünglichen Zutaten sie hergestellt wurden.
- Sie haben eine lange Zutatenliste.
- Sie werden im Fernsehen oder Radio beworben.
- Sie sind bunt und teils in Flaschen abgefüllt.
- Sie sind auf die Kalorien heruntergebrochen sehr teuer.
- Deine Ur-Großeltern haben sie nicht gegessen und getrunken, weil es sie damals noch nicht gab.

haut rein!
krelli

P.S. übrigens, Bananen sind natürlich nicht ungesund. Ich brauchte nur ein Aufhängerbild ;-)

Sonntag, 30. September 2012

Warum nur Sebastian Kienle als nächster Deutscher Hawaii gewinnen kann?


Bild: Jens Richter
So kurz vor Hawaii interessiert mich mal wieder welcher Deutsche denn die besten Chancen auf das Podium oder sogar den Sieg hat.

Die Statistik des Rennens spricht eindeutig für Sebastian Kienle. Warum?

1. Weil bisher jeder deutsche Sieger ein überdurchschnittlicher Radfahrer war, von den Amerikanern gern auch als "Überbiker" bezeichnet.

Thomas Hellriegel wird 1995 und 1996, nachdem er auf dem Rad teils 18 Minuten herausgefahren hat, jeweils Zweiter. In 1997 klappt es endlich mit dem Sieg.

Normann Stadler gewinnt 2004 das Rennen und auch er fuhr einen riesigen Vorsprung auf dem Rad heraus. In 2006 wendet er wieder diese Taktik an und gewinnt erneut das Rennen. 

Faris als Sultan führt bei seinem Sieg 2005 fast von Anfang an das Rennen an und gibt seine Führung auch nicht mehr her.

2. Demnach (jetzt wirds interessant) gewinnt ein Deutscher das Rennen nur, wenn ein Deutscher als erster vom Rad absteigt.

Das muss keine Garantie auf den Sieg sein. Aber statistisch gesehen war es bisher die einzige Siegoption.

Warum spricht das nun aber für Sebastian Kienle? Das hat meiner Meinung nach viel mit der Rennstrategie der einzelnen Athleten zu tun. Zwar hat auch ein Andreas Raelert in der Vergangenheit gezeigt, dass er gut Rad fahren kann. Er tut sich allerdings schwer in Hawaii eine so riskante Strategie zu fahren, da er dafür ein zu guter Läufer ist. Eventuell in bestimmten Rennkonstellationen eine Schwäche. Er muss beim Radfahren nicht alles auf eine Karte setzen, da er hinten raus noch auf seinen starken Marathon setzen kann.

Ein Sebastian Kienle hat allerdings kaum andere Möglichkeiten als die Flucht nach vorn auf dem Rad, so will er denn gewinnen. Er ist ein guter Läufer, aber im direkten Vergleich zu einem Alexander oder Raelert auf der Marathonstrecke fast ohne Chance.

Das muss aber kein Grund sein, warum er nicht gewinnen könnte. Alle deutschen Sieger vor ihm waren (mit allen Respekt) eher "langsamere" Läufer, konnten dies aber mit einem grandiosen Bikesplit kompensieren.

Um die Chancen für Kienle zu erhöhen bedarf es zwei weiteren Faktoren. Sein Abstand nach dem Schwimmen sollte nicht allzu groß sein. Der Wind sollte kräftig blasen. Die Vergangenheit des Rennens hat mehrfach gezeigt, dass dies starken Radfahrer für eine Soloflucht in die Karten spielt.

Nichtsdestotrotz gönne ich allen Athleten den Sieg, natürlich auch einem der Raelert Brüder, selbst wenn sie damit gegen die Statistik verstoßen ;-)

sonnigen Sonntag!
krelli

Donnerstag, 27. September 2012

Erlebnis Radrennbahn



In Nürnberg (Reichelsdorf) existiert eine traditionelle Radrennbahn. Leider muss ich sagen, habe ich es erst gestern zum ersten Mal geschafft bei so einem Rennen dabei zu sein. Eine wirklich coole Veranstaltung.

Begonnen hat es mit den Junioren, dann mit einem Bahnradrennen, dem Finale des Radsport Duschl Cups. Gefahren wird die ganze Zeit auf Anschlag und alle paar Runden werden in einer Sprintwertung Punkte oder Barprämien vergeben, was für einen spannenden Rennverlauf sorgt. Aufgrund des hohen Tempos von 45-55km/h wird in einer halben Stunde ordentlich Distanz zurückgelegt. Eine Eigenschaft haben hier die Bahnräder, es gibt nämlich nur einen Gang und keine Bremse. Dadurch muss man ständig mittreten, einen Leerlauf, wie bei üblichen Rennrädern gibt es nicht.


Das große Finale bildet dann das Steherrennen über etwas mehr als 30km. Mithilfe von Motorrädern (Stehern) fegen die Athleten mit teils 80 km/h über die Piste. Fragt mich nicht welchen Gang die Räder installiert hatten, er sah riesig aus!!


Jeder Fahrer hat seinen eigenen Schrittmacher hinter dem er das Rennen bestreitet. Dabei ist es extrem wichtig das beide ein eingespieltes Team sind. Der kleinste Fahrfehler kann schwere Folgen haben. Wenn z.b. ein Fahrer aus dem Windschatten fällt, ist es schneller aus als man bis 3 zählen kann.


Für mein Übergangs- und Wintertraining kommt mir da gerade eine Idee...demnächst krelli in Gefahr auf der Bahn! :)

haut rein!
krelli

 

Mittwoch, 26. September 2012

Was trainieren die Top Profis im Jahr?


Foto: Sebastian Kuhn - Andreas Raelert und Andreas Dreitz 10Sek dahinter

Dazu ein interessanter Artikel über das Training von Andreas Raelert, Chris McCormack und Craig Alexander. Hier gehts zum Artikel!

Von einem zu schnellen Nachahmen rate ich allerdings ab. Als Athlet muss man sich erst einmal durch jahrelanges Training in die Lage versetzen ein solches Training durchziehen zu können. Ansonsten geht man nach 2-3 Wochen hoch.

sonnige Grüße
krelli

Montag, 24. September 2012

bei Airstreeem in Salzburg



Am Wochenende haben wir uns die neuen 2013er Modelle von Airstreeem angeschaut und einige auch probegefahren. Neben der Optik hat mich besonders das neue Aero Type interessiert. Vom Aussehen und Steifigkeit eine Zeitfahrmaschine aber vom Handling ein Rennrad. Besonders für Triathleten interessant die technisch anspruchsvolle Wettkampfstrecken fahren, wie z.b. Nizza, Wales oder auch Zürich. Ein deutlich direkteres Handling macht es vor allem schneller und einfacher zu steuern an Kletter- und Bergabpassagen und die extreme Lenkkopfsteifigkeit lässt es superleicht geradeaus in der Spur rollen. Letzteres ist gerade für die Aerodynamik eine überaus wichtige Eigenschaft.

Mehr von den neuen Modellen hier in der lirdy Galerie
Demnächst im Radsport Duschl in Nürnberg.

schönen Start in die Woche!
krelli

Mittwoch, 19. September 2012

Recovery Drink einfach gemacht


Anklicken zum Vergrößern

Wie schaut ein einfach zubereitbarer Recovery Drink nach harten oder langen Einheiten aus? Dafür braucht ihr keine teuren Trinkmischungen, sondern lediglich einen Standmixer. Mein Modell von Phillips kostete 39 € und hat sich inzwischen hundertfach bezahlt gemacht.

Zutaten: Gefrorene Früchte (davon hab ich meist alle Sorten da), Milch, Saft, gutes Eiweisspulver und Leinöl (Letzteres ist aber eher eine Eigenart von mir und muss nicht sein)

Zubereitung: Ordentlich Früchte rein, dann mit Saft und Milch auffüllen so dass die Früchte gerade damit bedeckt sind, also nicht zu viel, sonst wirds zu flüssig. MIXEN ...et voila, schon fertig!

Der Drink ist durch die Früchte und damit einhergehenden antioxidativen Pflanzenstoffen nicht nur gesund, sondern fängt auch freie Radikale ab, die gern nach harten Trainings im Körper entstehen. Zusätzlich verkürzt er die Regenerationszeit, u.a. durch das Eweiss, und schmeckt auch noch. Einen Shake trinke ich meistens nach mittleren bis längeren oder richtig harten Trainingseinheiten.

Einer fertigen Trinkmischung die man im Handel kaufen kann ist dieser Drink deutlich überlegen und vor allem auch günstiger. Gleichzeitig ist es im übrigen auch ein idealer Shake wenn ihr Gewichtsmanagement betreibt oder wieder ein paar Kilo abnehmen wollt. Dann evtl. etwas weniger Saft und Milch, sondern mit Wasser strecken.

krelli

Dienstag, 18. September 2012

Tipps vom Olympiazweiten Tony Martin zur richtigen Strategie beim Mannschaftszeitfahren



Da gerade die Zeit der beliebten Mannschaftszeitfahren ist, hier ein paar interessante Aspekte die man man bedenken muss.

Zeitfahrweltmeister und Olympiazweiter Tony Martin auf die Frage: Wie schaut die optimale Strategie Ihres Teams für das Mannschaftszeitfahren aus?

Zunächst einmal schaut man im Team, wie die Reihenfolge der Fahrer überhaupt sein könnte. Das hängt vom Typ und vom Körperbau ab, so dass die ganze Geschichte auch harmonisch aufgebaut ist. Was macht windschattentechnisch Sinn? Es ist sicherlich nicht sinnvoll, den größten Fahrer hinter dem kleinsten fahren zu lassen. Dann wartet man die ersten Kilometer nach dem Start ab und schaut, wie die verlaufen und entscheidet dann beispielsweise, dass der erste Fahrer vielleicht ein etwas sprintstärkerer Mann ist, der das ganze Rennen relativ schnell starten kann und die Mannschaft in Schwung bringt, um bereits vom Start weg die ein oder andere Sekunde gut zu machen. Wenn anschließend kurz nach dem Start ein Berg kommt, dann schaut man, ob einer der Bergfahrer an Position zwei oder drei fährt und die Mannschaft den Berg gut hochführen kann. Entscheidend ist, auf der Strecke zu schauen, den am besten geeignetsten Fahrer für das entsprechende Teilstück zu finden und zu bestimmen, wie lange die Führungslängen sein sollen, die der jeweilige Fahrer die Mannschaft anführen soll. Was macht von der Kraftentwicklung und von der Kraftausdauer am meisten Sinn? Es ist nicht immer die Mannschaft am stärksten, die die besten Einzelfahrer hat. Harmonie ist sehr wichtig und dass nicht einer dem anderen zeigen will, wie stark er ist und vielleicht den schwächsten kaputt fährt, der dann keine gute Führung mehr bringen kann. Das sind alles Aspekte, die man im Team beachten muss und oftmals gibt es bei sechs Fahrern dazu dann sechs Meinungen. Da muss man dann natürlich innerhalb der Mannschaft einen Konsens finden.

Entnommen aus einem Interview von www.trainingsworld.com - hier gehts zum kompletten Interview

sonnige Grüße
krelli