Samstag, 8. August 2009

Tag 2

Hallo zusammen,

sagen wir, dass ich mich heute nicht mehr fühle, wie ein junges Reh, sondern eher wie ein etwas äteres Zebra. Beim Radfahren musste ich gestern schon mal nach einer Stunde ein Gel reinwürgen, dass ich mir für den Notfall mitgenommen habe.

Die Waage zeigt heute früh 82,8kg...mhhh...so spektakulär wie gestern war das aber nicht ;)
Der zweite Tag brachte also lediglich eine Abnahme von 0,2kg. Ich nehme an, ein Großteil der 1,2kg gestern waren wohl Wasser und dass es jetzt erst richtig los geht!

Ein Gutes hat das Ganze aber auch noch. Ich esse jetzt viel mehr Obst und Gemüse, irgendwie muss man ja zumindest ein paar Kohlenhydrate herbekommen. Wenn das mal nicht höllisch gesund ist!

Jetzt ein kurzer, harter Lauf und dann gibt es Frühstück!

haut rein!
krelli

Donnerstag, 6. August 2009

Tag 1

Haaalloooooooooooo Leute,

der erste Tag liegt hinter mir, und wisst ihr was, es war überhaupt nicht hart. Im Gegenteil, ich springe hier herum wie ein junges Reh!

Gestartet habe ich am Mittwoch früh bei 84,2kg und jetzt haltet euch fest!! Heute morgen wog ich ganze 83kg!!! Das sind, nach Adam Riese, ganze 1,2kg in EINEM TAG :)))))))

Mit diesem Wissen kann ich die Welt beherrschen! Alle anderen Diäten können einpacken und nach Hause gehen.

An alle Übergewichtigte da draussen, lasst die Finger von Brigitte-, Kohlsuppen-Diät, etc....
Alles was ihr braucht sind weniger Kohlenhydrate, kombiniert mit harten Intervalltraining...sagen wir...so wie bei mir gestern:
auf dem Rad 15min Einfahren, 10km Zeitfahren auf 99% und anschließend 6km laufen im 10km Wettkampftempo!

So schnell könnt ihr gar nicht schauen wie die Wampe schmilzt ;)

Ich werde gleich mal den Krankenkassen schreiben. Anstatt die Leute auf die Reha zu senden, müssen die auf die Tartanbahn geschickt werden!

noch 6 Tage!!
mal schauen ob es so weiter geht, dann kann ich beim nächsten Berlin Marathon dem dürren Haile G. Konkurrenz machen ;)

haut rein!

krelli

Mittwoch, 5. August 2009

krelli in Gefahr!!!

Hallo Leute,

heute erlebt ihr den Beginn einer neuen Serie auf meiner Seite. Für eine ganze Woche werde ich mich dem Dienst an der Wissenschaft verschreiben und eine "Diät" durchführen!!!

So wie die Knaben da oben auf dem Bild, die natürlich nur Protein nehmen ;) , werde ich den Eiweiss-Anteil meiner Ernährung dramatisch erhöhen und im gleichem Maße den Anteil der Kohlenhydrate reduzieren. Warum ich das mache?

mmmhhh...wenn ich ehrlich gibt es da nach meinem Urlaub doch 3-4 Kilo die ich noch verbrennen könnte. Mit dieser Methode und gleichzeitig durchgeführten Training dürfte das eine Sache von wenigen Tagen sein.

Was mich aber noch viel mehr interessiert, ist die Auswirkung einer solchen Nahrungsumstellung auf das tägliche Training.
Ist eine solche Ernährungsstrategie überhaupt geeignet für Ausdauersportler??
Deshalb werde ich es auch für sieben lange Tage aushalten, nach ein oder zwei Tagen kann man noch keine längerfristigen Beobachtungen machen.

Wenn man sich ein paar Jahrtausende zurück besinnt, so entsprach dies ziemlich genau der Nahrungszusammensetzung unserer Vorfahren im Wald. Entweder gab es Fleisch, Fisch oder Eier, also hauptsächlich Protein, oder relativ wenig Kohlenhydrate aus Beeren, Wurzeln, Gemüse. Vielleicht noch ein paar Nüsse...mehr dürfte es da wohl nicht gegeben haben.
Glaubt es oder glaubt es nicht, mit raffinierten Kohlenhydraten war damals nix. Ich habe Gerüchte gehört, die besagen dass es nicht mal Quarkschnecken, Pizza oder Schoki gab.
mmmhh...ob da was dran ist?? ;)

Was wird also im Laufe der sieben Tage passieren?

1.Zuallererst werden die körpereigenen Glykogenspeicher geleert werden, dies dürfte bei gleichzeitig beibehaltenen Training nach spätestens 2-3 Tagen geschehen sein.

2.Im Laufe dessen wird der Körper vermehrt auf Fettverbrennung umschalten, weil er nicht mehr auf die allzu bequemen und schnell verfügbaren Kohlenhydrate, sprich Glykogen, zurückgreifen kann.

3.Er könnte natürlich auch auf körpereigenes Eiweiss zurückgreifen, sprich auf die Muskeln, aber da ich Heuwagen-Ladungen von Eiweiss futtere, wird die Muskelmasse quasi beibehalten und nicht abgebaut.

...und da ist der Trick, bei einer stinkormalen "Brigitte"- oder "Kohlsuppendiät" verbrennt der Körper aufgrund der nicht erfolgenden Extra-Protein-Zufuhr hauptsächlich Muskeln. Man wird also leichter, aber hauptsächlich weil Muskeln abgebaut werden. Muskeln verbrauchen ziemlich viel Energie, also je weniger man davon hat, desto geringer wird der Kaloriengrundumsatz. Infolgedessen dürfte man also immer weniger essen...ein Teufelskreis!

So, wo ist der Haken fragt man sich, es kann ja nicht nur Vorteile der Protein-Diät geben, sonst würden sie ja alle machen! mmhhh...ich fürchte der Nachteil ist, dass man relativ "leer" ist. Sobald das Training das gemütliche Tempo überschreitet, ist man binnen Minuten am Hungerast angelangt!
Dies versuche ich zu vermeiden, indem ich direkt vor, während und nach dem Training Kohlenhydrate zu mir nehme, z.b. Bananen.

Der Plan sieht also nun folgendermaßen aus, zum Frühstück Quark, Amaranth-Müsli, Früchte, etc... Beim Fühstück darf ein Teil ruhig aus Kohlenhydraten bestehen, der Tag ist ja schließlich noch lang. Zum Mittag gibt es dann Geflügel, Fisch, etc...und als Beilage Gemüse.
Abends dann Rührei mit Thunfisch und einen Eimer Salat um den Bauch zu füllen!

also, ab morgen gehts los, mit täglichen Statusbericht!! bleibt dran...

bis morgen abend!

krelli

P.S: wer will, darf ruhig mitmachen!!! :)

Sonntag, 2. August 2009

platt vom Wochenende

So...nachdem mich Steffen und Frank gestern von Lichtenfels aus in Nürnberg abgeholt hatten, radelten wir gemütlich wieder in Richtung Lichtenfels. Plötzlich bekam einer der beiden anscheinend wieder Kraft von den ganzen Nudeln die sie mir bis auf den letzten Rest aus meinem Vorratschrank aufgegessen hatten, und das Tempo zog merkbar an. Ich ahnte Schlimmes für meine erste Radausfahrt seit drei Wochen. Die meiste Zeit unserer "lockeren" Ausfahrt verbrachte ich im gefühlten Laktatbereich :) Die 100km Rückweg spulten wir in unter drei Stunden zurück.

Platt wie die Schildkröte auf dem Bild oben pflanzte ich mich anschließend sofort aufs Sofa, als die "tolle" Idee aufkam noch ins Bad zu fahren. Na gut, ich ließ mich überreden, schwamm ganze 300 Meter am Stück und verdrückte mich danach in das Dampfbad. Wenn ich ehrlich bin, saßen wir dann alle beide dort. So richtig geschwommen sind wir dann doch nicht mehr ;)

Eine durchzechte Nacht später und mit staubtrockener Kehle von zuviel Bier, trafen wir uns heute früh um 10Uhr auch gleich wieder um zurück in Richtung Nürnberg zu radeln. Viele kennen das, jedes Mal wenn ich wieder mit dem Radeln anfange, tut mir alles weh, der Hintern, die Hände, der Rücken, etc... :(

Ausgestattet mit Unmengen Menge Schokolade fuhren wir los und hatten sogleich auch zwei Platten. Nach ganzen 10 Kilometern hatten wir also weder Ersatzschläuche mehr, noch Luftkartuschen! Zu allen Überfluss wollte Steffen auch noch auf eine ehemalige "Sternwarte" hoch. Die Hälfte des Weges fuhren wir mit dem Rennrad über Kieswege und wurzeligen Waldboden, super, ich sah mich schon mit platten Hinterrad 60 Kilometer nach Hause trampen. Aber wir hatten Glück und alles hielt. Jetzt sitze ich endlich wieder zuhause, schaue Schwimm WM und erhole mich von meinen ersten zwei Tagen Training nach Roth.

ich denke in den nächsten Tagen wird es wieder besser ;)
schönen Abend noch!

krelli

Donnerstag, 30. Juli 2009

Der (Un)Sinn des Taperns?

Hallo zusammen,

der Urlaub ist seit heute vorbei, es war einfach wunderbar. So viel gefaulenzt habe ich schon seit Monaten nicht mehr. Leider haben die ganzen Bücher dann doch nicht ausgereicht. Drei Tage vor der Heimfahrt hatte ich schon alle durch. Nächstes Mal kann sich die Stadtbibliothek also warm anziehen, denn dann werde ich mir gleich ein ganzes Regal aus der SciFi Ecke mitnehmen ;)

Inzwischen bin ich so erholt dass ich gleich gestern mal krank geworden bin. Also sitze ich nun hier, braungebrannt von der ganzen Sonne und schlürfe heißen Tee. So bald das Training wieder losgeht wird es garantiert besser. Eigentümlicherweise werde ich nur in Ruhephasen krank.

Das bringt mich zu meinem heutigen Thema, dem Sinn des Taperns. Nachdem ich den Wettkampf in Roth im Urlaub noch einmal im Kopf durchgegangen bin. Dabei kam mir besonders die Performance von meinem Kumpel Steffen in den Sinn. Der Wettkampf war am Sonntag, am Mittwoch abend vor dem Rennen rief ich Steffen an und erzählte ihm dass er noch für das Team Arndt starten könnte. Das gab ihm quasi Donnerstag, Freitag und Samstag zur Erholung für den Challenge Roth. Bis Mittwoch abend hatte er ahnungslos und volle Kanne trainiert. Das heißt für Steffen Bahntraining, 3stündige Läufe und 8stündige Radausfahrten!! Außerdem am Wochenende zuvor einen Doppelstart, einmal Samstag beim Bamberger Triathlon und am Sonntag noch in der Liga...puh

Mal abgesehen davon dass er seinen Neo einen Tag vorher zur Reparatur eingeschickt hatte und keine Wettkampfhose mehr da war und ihm seine Freunde Hosen und Neo leihen mussten, absolvierte er den Challenge Roth in 8:32. Ganz klar, eine bombenmäßige Zeit!
Aber dies scheint absolut unglaublich, wenn man bedenkt dass er ganze drei Tage dafür ausgeruht hat!!!

Wozu noch tapern???... lasst uns alle bis kurz vor knapp trainieren und dann gehen wir an den Start und schauen mal was dabei herauskommt :)

Vielleicht ist Steffen eine Ausnahme, aber ganz glauben kann ich das eigentlich nicht. Vielleicht ist aber auch das Tapern, d.h. das Ausruhen vor dem Wettkampf, bisher völlig überschätzt worden.
Denn klar ist, dass man bei einer 2-3wöchigen Taperphase zwar stets ausgeruhter wird, aber gleichzeitig natürlich auch die Form langsam flöten geht. Daher sind zu lange Taperphasen eher kontraproduktiv. Man sollte die Länge des Taperns vom regelmäßigen Trainingsumfang abhängig machen. Wer also 6-8 Stunden die Woche trainiert, braucht eigentlich gar nicht tapern, sondern sich zuvor nur ein paar Tage ausruhen. Der Formverlust wäre hier einfach viel zu groß.
Anders sieht das bei denjenigen aus, die extreme Umfänge trainieren. Der sechsfache Hawaiisieger Mark Allen propagandierte stets seine 4wöchige Taperphase. Aber hey, wenn man wie er regelmäßig 40 Stunden/Woche trainiert, dann heißt tapern dass man in der ersten Woche "nur noch" 30 Stunden, in der zweiten Woche 20 Stunden und in der letzten Woche noch 10 Stunden trainiert!

Aber auch Steffen trainiert recht große Umfänge, woran kann es also liegen?
Aus meiner Erfahrung vom spätem Frühjahr diesen Jahres kann ich es mir vielleicht erklären.

Ende Mai durchlief ich eine absolute Hochphase meiner Leistung, vor allem beim Laufen, ein paar Wochen davor war ich im Trainingslager auf Lanzarote, dies sollte den frühen Leistungssprung erkären. Ich rannte bei 155Puls (mein Ironman-Wettkampf-Puls) einen glatten 4:00 Schnitt auf den Kilometer. Es war kaum anstrengend. In diesen 2-3 Wochen hätte ich nach einem Tag Pause jederzeit einen 34er 10km Lauf rennen können. Und wer weiß, nach ein paar Tagen mehr Ruhe hätte ich wahrscheinlich auch einen guten Ironman machen können?? Genau weiß ich es leider nicht, da ich es nicht probiert habe ;)

Es kommt demnach wahrscheinlich auf das exakte Timing an, wenn man kurz vor dem Hauptwettkampf in so einer Hochphase ist, dann kann man anscheinend eine recht kurze Taper-Phase riskieren.
Diesen Herbst wird es mal Zeit dass ich das ausprobiere!

Eine Hochphase erkennt ihr mit ziemlicher Sicherheit nachdem sie vorbei ist, nämlich dann wenn die Erschöpfung langsam größer wird und das Training wieder anstrengend ;)))

Akute Zeichen dafür dass ihr mittendrin seid sind meiner Meinung nach, folgende Dinge:
Ihr fühlt euch super, das Training macht Spaß, weil ihr jede Trainingseinheit einen neuen Rekord aufstellt.
Ihr seid bereit und heiß auf Wettkämpfe.
Ihr fühlt euch unverwundbar, jeden Tag könnte man euch noch mehr zum Trainieren geben und ihr hättet kein Problem damit.
Ihr denkt, "es geht immer noch schneller!" :)

Doch gerade der letzte Punkt ist die Achillesverse des ganzen. Man mutet sich immer noch mehr zu, d.h. rennt noch schneller oder macht noch ein paar Intervalle, jedes Training mit den Kumpels wird zum Ausscheidungsrennen, wobei man hier natürlich meist die Nase vorn hat :)

Aber dann auf einmal, fast von einen Tag auf den anderen, wird es dem Körper zuviel und es ist vorbei. Denkt also dran dass es meist nur 2-3 Wochen gut geht. Wenn ihr also merkt dass beispielsweise die Form viel zu früh da ist, dann macht schnell ein paar Wettkämpfe um neue persönliche Rekorde aufzustellen. Baut danach eine Regenerationswoche ein und geht noch einmal zurück zu ein paar Wochen Grundlagentraining, bevor ihr wieder eine Hochform provoziert.
Wie ihr das anstellt, solltet ihr nun wissen :))
Einfach das Trainingstagebuch herauskramen und anschauen was ihr beim ersten Mal trainiert habt.

So, ich werde dann heute gleich mal Steffen anrufen und ihn über "sein Geheimnis" ausfragen ;)

haut rein!
krelli

Samstag, 25. Juli 2009

Urlaubsblog II

Hey Leute,

hier ist es unglaublich heiss...aber ich bin noch viel heisser...auf mein kommendes Training naemlich!!!
Inzwischen habe ich hier einen Trimm-Dich-Pfad gefunden, geiles Teil.
Richtig oldschool...da wuchte ich Holzstaemme hoch, wie damals im Busch vor tausenden von Jahren, ausserdem gibt es Seile zum Baeume hochklettern, Klimmzugstangen, usw...
super Sache, Fitnesstraining an der frischen Luft bei 30 Grad macht irgendwie was her, mal voellig anders als zuhause im Studiomief :)

...ein paar Mal bin ich auch schon am Strand gejoggt, gleich frueh am morgen mit Musik und plaetschernden Wasser an den Fuessen. Ein Traum!! Meine Batterien sind inzwischen schon wieder fast voll. Der Tatendrang kehrt zurueck und der Rest der Saison wird langsam geplant. Ausserdem rueckt unser Buchabgabetermin auch naeher und Bennie und ich sind gerade mitten am Schreiben...das wird der Hammer, merkt euch schon mal Weihnachten vor! Da kommt es naemlich in den Handel, beschenkt neben euch am besten auch alle Bekannte die ihr habt und die Triathlon machen ;)))

so, bis demnaechst und sonnige Gruesse

krelli

es geht langsam wieder los ;)

viele Gruesse
krelli

Montag, 20. Juli 2009

Urlaubsblog

Hi Leute,

seit ein paar Tagen liege ich faul am Strand in Italien. Das Wetter ist raketenmaessig und die Cocktails sind es auch. Jeden Tag joggen hier hunderte Leute an mir vorbei, aber wisst ihr was? Das ist mir derzeit aber sowas von egal ;)
Morgen werde ich mal etwas im Meer schwimmen, sollten mich die uebereifrigen Liveguards nicht nach 5 Metern gleich wieder an den Strand holen. Als wenn keiner schwimmen koennte hier, naja... So dann mach ich mich mal wieder an die Arbeit, draussen vor der Tuer wartet ein Eis auf mich!

ciao und bis bald!
krelli