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Sonntag, 26. Februar 2012
Sonntag, 22. Januar 2012
Sitzpositionsanalyse bei Jörg Brummer
++++ update ++++
Hier noch ein paar Bilder von meiner Vermessung:
Anbei die Druckverteilung linkes und rechtes Bein, in etwa ausgewogen bei mir: 49 zu 51. Je glatter der Bogen (hier ist ein deutlicher Knick zu sehen), desto besser beherrscht der Fahrer den runden Tritt, kann also den Druck gleichmäßig aufrechterhalten.
Und hier nochmal meine Satteldruckverteilung. Für einen Triathleten typischerweise eher im vordern Satteldrittel und vom Druck her, gerade noch ok. Ich überlege mir aber auch einen anderen Sattel zu probieren.
Last but not least, die Druckverteilung auf die Pedale. Bei mir kommt der Druck rechts eher von außen nach innen. Normalerweise kommt er, wie links, von innen. Auf der rechten Seite war meine Pedalplatte am Schuh eine lange Zeit lang verschoben, ich bin mir fast sicher dass daher auch die unterschiedliche Druckverteilung kommt. Also überprüft mal, ob die richtige und vor allem konforme Einstellung eurer Pedalplatten!
++++ update Ende ++++
Heute war ich bei Jörg vom Bike Imperium zur Analyse meiner Sitzfahrposition. Nach Vermessen sämtlicher Parameter und Winkel anhand von Sensoren, Messung von Fuß- und Satteldruck schlussfolgerten wir, dass ich schon recht aggressiv auf dem Rad sitze. Leider mit dem Ergebniss, dass mich Jörg vorne am Cockpit nicht weiter nach unten bringen kann, ohne dass ich erhebliche Leistungseinbußen ab km 120 erfahre. Für kurze Wettkämpfe mag eine tiefere Position noch gehen, spätestens über die 180km wird es kritisch und dabei wüssten wir noch nicht mal, ob ich danach überhaupt noch laufen kann. Trotzdem haben wir kleine Korrekturen vorgenommen. Vorn die Auflieger nach oben gedreht und die Pads etwas enger gestellt, um die Schulterfront 2cm kleiner zu machen.
Interessant war, dass der Druck auf der rechten Pedale von außen kommt und auf der linken von innen. Das rührt wahrscheinlich daher, weil ich minimal verschoben auf dem Sattel sitze. Unterstützt wird diese Vermutung davon, dass der Satteldruck bei mir eher in die rechte Hälfte vom Sattel wandert und das rechte Knie ein paar Milimeter weiter nach vorn geht, wie das linke. Bisher hatte ich damit noch keine Beschwerden, daher belassen wir es vorerst dabei. Eine mögliche Lösung wäre die Pedalplatte minimal nach außen zu rotieren oder die Sattelnase unmerkbar nach rechts zu drehen. Beim zweiten Test in ein paar Wochen probieren wir noch einen neuen Sattel und einen anderen Auflieger. Alles in allem bin ich super zufrieden. Jörg hat sich mal wieder stundenlang Zeit genommen und ist alles von der Beweglichkeitsanalyse bis hin zur Endjustierung akribisch durchgegangen. Meine volle Empfehlung!!
Hier noch ein kurzer Bericht über Stephan, bei dem weit mehr zu tun war.
Ausgangsposition: 2011 Einzelzeitfahren Hirschbachtal
Als reinen Radfahrer kann man Stephan noch deutlich aggressiver raufsetzen, d.h. dass der Rücken gerader wird und er gestreckter auf dem Rad sitzt. Die Einstellung vom Aufsatz geht deutlich zu verbessern. Die Hände sind viel zu überstreckt und die gesamte Haltelast liegt auf den Armen und Schultern.
Nach der Einstellung:
Deutlich gestrecktere und weiter nach vorn orientierte Sitzposition. Winkel zwischen Unter- und Oberarm optimal und die Schultern sind entlastet. Insgesamt liegt er deutlich tiefer und damit aerodynamischer. Die Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel sind immer noch gut fahrbar.
Der krasseste Unterschied bei der Satteldruckanalyse:
Vorher herrschte extremer Druck auf dem Dammbereich (links). Schon so stark, dass über längere Zeit Blut abgedrückt wird und die Leistung dementsprechend in den Keller geht. Anderer Sattel (rechts) und schon wird der Damm entlastet und der Druck nimmt spürbar ab. Damit verschwindet das bisher von ihm als unangenehm empfundene Gefühl im Sattel komplett und Stephan kann sich allein auf das Radfahren konzentrieren! Mal abgesehen dass speziell bei uns Männern die Druckverteilung links sehr unsgünstig ist.
hat Spaß gemacht und wieder viel gelernt!!
krelli
Freitag, 1. April 2011
Scharf, kantig, steif und leicht...
...so schaut auch mein neues Rennrad von HaiBike aus ;)
Dank Jörg Brummer vom Bike Imperium in Abenberg kann ich mich nun auf dieses edle Rennrad schwingen. Gestern abend konnte ich den ersten Blick drauf werfen und ich muss sagen, dass ich mich schon richtig freue es gleich heute nachmittag noch einzufahren!
Jörg ist übrigens ein absoluter Profi in Sachen dynamische Radvermessung. Wer sich zu Beginn der neuen Saison noch einmal auf sein Rad anpassen lassen möchte, dem kann ich nur einen Besuch bei Jörg empfehlen. Mittels Sensortechnik, Watt-, Druckplattenmessungen und Videoanalyse wird jeder Fahrer (während des dynamischen Tretvorgangs) perfekt auf sein Rad eingestellt.
Im Gegensatz zur statischer Radanpassung, die viele anbieten, kann mit der dynamischen Variante die Auswirkung einer Veränderung der Sitzposition auf die Leistung, sofort gemessen und somit während des Anpassungsprozesses (die Session dauert ca. 2-3 Std.) immer weiter perfektioniert werden!
schönes Wochenende, wir sehen uns auf der Straße ;)
krelli
Jörg ist übrigens ein absoluter Profi in Sachen dynamische Radvermessung. Wer sich zu Beginn der neuen Saison noch einmal auf sein Rad anpassen lassen möchte, dem kann ich nur einen Besuch bei Jörg empfehlen. Mittels Sensortechnik, Watt-, Druckplattenmessungen und Videoanalyse wird jeder Fahrer (während des dynamischen Tretvorgangs) perfekt auf sein Rad eingestellt.
Im Gegensatz zur statischer Radanpassung, die viele anbieten, kann mit der dynamischen Variante die Auswirkung einer Veränderung der Sitzposition auf die Leistung, sofort gemessen und somit während des Anpassungsprozesses (die Session dauert ca. 2-3 Std.) immer weiter perfektioniert werden!
schönes Wochenende, wir sehen uns auf der Straße ;)
krelli
Mittwoch, 22. Dezember 2010
professionelle Radvermessung, wie ist der derzeitige Wissensstand?
Andi Dreitz bei der Vermessung, ich hoffe er wird jetzt nicht noch schneller! ;)
Gerade im Winter ist die Zeit um ein paar Anpassungen für die kommende Saison vorzunehmen. Man muss nicht so viel trainieren und hat mal Zeit für Leistungsdiagnostiken und Radvermessungen. Letzteres, die optimale Anpassung des Athleten an sein Zeitfahrrad, wird unterschätzt und oft selber per Hand justiert.
Ich habe es auch nie für voll genommen und bin immer nach Gefühl gefahren. Erst die Radvermessung, durch einen Spezialisten, hat mir die Augen geöffnet. Auf einen Schlag bin ich fast 10min schneller auf den 180km unterwegs gewesen, natürlich war ich auch fitter zu dem Zeitpunkt als das Jahr zuvor, aber einen nicht unerheblichen Einfluss hatte das Ganze schon.
Wie so viele, lag ich vorher viel zu tief auf dem Lenker. Ich glaube ich hatte eine Überhöhung von über 20cm zwischen Sattel und Lenker. Das können zwar einige fahren, für mich persönlich war der Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper allerdings zu steil, wodurch Teile mein Gluteus nach der Hälfte der Strecke nicht mehr richtig mit Blut versorgt wurde. Meist fuhr ich nach ca. 100km in ein Leistungsloch rein, wovon ich mich die gesamte verbleibende Radstrecke nicht mehr erholen konnte. Geschehen z.b. 2008 in Hawaii, als ich schon dachte dass ich die zweite Wechselzone nie mehr erreiche. Zu diesem Zeitpunkt habe ich alles auf die Ernährung geschoben.
Nun war ich am Samstag bei der Vermessung von Andi und Frank im Bike Imperium (Abenberg) dabei und konnte mir das bei beiden in Ruhe anschauen. Im Vergleich zu meiner Analyse damals, war dies am Samstag schon technisch deutlich fortschrittlicher. Zuerst wurden die beiden vermessen und die richtigen Winkel der verschiedenen Körperpartien, für eine optimale Position zueinander bestimmt.
Interessant zu sehen auf dem obigen Bild ist die unterschiedliche Leistungsstärke von Andis Beinen auf dem Zeitfahrrad. Die höhere Kurve stellt das linke Bein und die niedrigere das rechte Bein dar. Oft geschieht dies speziell nach Verletzungen und völlig unterbewusst, das der Körper die eine Seite von nun an "schont". Der Nachteil ist allerdings, dass der Athlet natürlich insgesamt schneller ermüdet, da eine Seite zu stark belastet wird.
Zusammen mit der Information, wie sich der Fuß des Athleten während der Druckphase verhält bzw. wo hier die stärksten Druckpunkte gemessen werden, ergibt sich ein sehr gutes Bild der gesamten Pedalphase. Oben seht ihr dass Andi eher mit dem vorderen Teil des Fußes drückt, aber auch eine Rotation im rechten Bein während des Fahrens ausführt, zu sehen an der seitlichen Linie. Das ist natürlich nicht optimal, da so Kraft verschwendet wird und damit das rechte Bein, folglich wie oben gesehen, schwächer drückt als auch das linke.
Nützen wird seinen Konkurrenten dieses Wissen natürlich nichts, erstens wird der Fehler ja nun von den Spezialisten behoben und zweitens, ist ja auch schon voher keiner an ihm vorbei gefahren! Wenn ich mich recht erinnere, konnte dieses Jahr weder ein Jan Raphael noch ein Thomas Hellriegel das Hinterrad von Andi halten. Außer der Krelli natürlich!!! ;))
Betreut wird der Prozess von Jörg Brummer und seinem Orthopädiespezialisten. Die Vermessung dauert ca. 3 Std. und kostet zwischen 120 - 195€. Eine Investition die sich in meinen Augen lohnt, verglichen mit dem Ergebnis was dabei herauskommt, nämlich schnellere Wettkampfzeiten!
Wer Interesse an einer solchen Vermessung hat, hier sind die Kontaktinformationen:
Bike Imperium in Abenberg
Jörg Brummer
09178-998476
info@bikeimperium.de
Unten seht ihr den gesamten Prozess noch einmal in einem Video zusammengeschnitten:
Frohe Weihnachten!
krelli
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