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Freitag, 5. Februar 2010

Das Duell der Giganten - Teil 3

Hallo Leute,

endlich komme ich dazu den dritten Teil online zu stellen. Harry und Bernd erzählen mir schon jeden Tag mehr ihrer vergangenen Stories über die ich unbedingt schreiben muss ;)

Die zwei verstehen sich im Übrigen bestens miteinander und sie verbindet eine gute Freundschaft. Irgendwie aber auch verständlich, mit wem sonst kann man solche Wetten und Duelle ausfechten, wenn nicht mit einem guten Kumpel?

Hier gehts übrigens nochmal zum ersten Teil:
http://michael-krell.blogspot.com/2010/01/das-duell-der-giganten.html
und zum zweiten:
http://michael-krell.blogspot.com/2010/01/das-duell-der-giganten-teil-2.html


Am Rennvorabend: Harry (rechts) beim kritischen Blick auf den Teller seines Gegners:
"Bernd nimm doch ruhig noch ein paar Teller von dem Käsekuchen, du verträgst das schon!"


Die Jagd
Manchmal allerdings praktizierten beide schon fragliche Taktiken um den Gegner zu verwirren. Einer von beiden scannte fast jeden Morgen erst einmal die Meldelisten aller lokalen Rennen. Wenn er nicht aufpasste konnte es nämlich passieren dass der andere "im Geheimen" irgendwo am Start stand und es ihm vorher nicht erzählt hat. Ihr könnt euch vorstellen, was für eine "ungeheure Frechheit" nicht allen vorab zu berichten wo man an den Start geht!!!
Oft war es Harry der sich dann in letzter Minute noch für ein Rennen anmeldete, weil er Bernd auf den Startlisten entdeckt hat. Nach einer Weile veränderte Bernd dann jedoch ebenfalls seine Taktik und meldete sich auch erst kurz vor Anmeldeschluss an, um nicht auf den Startlisten zu erscheinen. Hätte Harry nicht seine "Spione" in Bernds sportlichen Umfeld gehabt, er hätte fortan nie herausgefunden wo Bernd startete ;) 
 
Vor langer Zeit gab es Ironman-Rennen die nicht ausgebucht waren. Wer es mir nicht glaubt, recherchiert einfach mal im Netz ;)
Bernd war beim Ironman Zürich gemeldet und schon ein paar Tage eher vorort. Normalerweise ist ja ein solches Rennen schon ein größeres Event für das man einige Tage an Vorbereitungszeit einplanen sollte. Aus diesem Grund staunte Bernd nicht schlecht, als er auf der Laufstrecke plötzlich Harry zu Gesicht bekam, der ihm entgegenlief. "War er nicht noch die komplette letzte Woche krank?" So hatte sich Harry doch tatsächlich am letzten Tag noch schnell ebenfalls für den Ironman angemeldet und in einer "Nacht und Nebel Aktion" früh im Dunkeln mit dem Auto nach Zürich gedonnert! :)
 
 
Die beiden vor dem 100km Lauf in Biel...noch lachen sie :)
 
Bei beiden beliebt sind Laufwettkämpfe aller Art gegeneinander. Um seinen Konkurrenten zu schocken läuft Harry eigentlich prinzipiell immer zu schnell los! Eine Taktik die ihn schon oft den Hals gekostet hat. Ich kann übrigens aus eigener Erfahrung bestätigen das zu schnell loslaufen, und sei es "nur" ein 10km Lauf, fast nie zum gewünschten Resultat führt :)
 
10km Lauf - Röthenbach
Ein schneller 10 km-Lauf in 3 Runden überAsphalt, amtlich vermessen und "Brettles-eben", bis auf ein paar enge Kurven, an denen man etwas ausgebremst wird.
Bernd erzählt: Als Ausklang der Saison und Vorbereitungslauf für den abschließenden Herbstmarathon standen Harry und ich oft in Röthenbach an der Startlinie, so auch dieses Mal wieder: Wir strotzten vor Kraft und besaßen einen hervorragenden Trainingszustand was das Laufen anging.

Jeder spekulierte auf die 10 km auf seine Bestzeit, naja die 40 Minuten-Marke mußte nun entgültig, auch bei mir, fallen.

So lief ich Harry gleich am Anfang davon, nach 5 km war ich auf 37:45 Kurs. Ich flog nur so über die Piste! Bei km 7 wurde ich etwas langsamer, ich begann mich vorsichtshalber immer wieder mal umzudrehen, ob Harry mich einholt, aber ich sah ihn nicht. Ich fühlte mich sicher und dachte mir dass ich bei den ersten 5 km soviel Vorsprung herausgelaufen habe, das reicht locker. Außerdem war ich mir sicher, bei diesem vermeintlichen Vorsprung sieht er mich irgendwann nicht mehr (eben so auch wie beim 100 km Lauf in Biel). So lief ich auch den km 8 etwas langsamer (hier aber schon notgedrungen, weil es nicht schneller ging), wußte aber, dass ich die 40 Minuten diesmal auf jeden Fall unterbieten konnte! Bei km ca. km 8,5, auf der langen Geraden, kam mir mein Tempo wieder schneller vor, die 39:xx Zeit war greifbar und ich war mir sicher, aufgrund der vermeintlichen Tempoverschärfung, dass Harry mich nicht mehr einholen würde.

Plötzlich bei km 9, ein immer lauter werdendes Hecheln in meinem linken Ohr!! Ich drehe mich etwas nach links, da war er, meine Augen wie versteinert, ich war gelähmt und verlangsamte vor Schreck mein Tempo. Ohne ein Wort (er sah aus wie kurz vor dem Zusammenbruch) zog Harry an mir vorbei. Ich fing mich wieder schnell, verfolgte ihn, war aber nun schon ca. 20 bis 30 m hinter ihm. Ich nutzte sogar auf der abschließenden Geraden noch den Gehweg, statt die Straße, um einige wenige Meter einzusparen. Auch das half nichts, sein Tempo war so hart, dass er seinen Vorsprung von nur 7 Sekunden bis über die Ziellinie halten konnte.

Was für eine Dramatik war das! Und die Moral von diesem Lauf: Man soll sich nicht umdrehen, das kostet nur Pulsschläge, die am Ende entscheidend sein können. Das Gute war allerdings dass diese Schlußduelle uns beiden neue persönliche Bestzeiten (zumindest beim 10 km-Lauf) einbrachten, und das ist doch schön, oder?


Harry versperrt allen "Nichtsportlern" den Hoteleingang ;)

Nürnberg Marathon
Manchmal gab es aber auch Tage da ging Bernds Taktik des "schnellen Vorlaufens" auf, zumindestens auf die ein oder andere Weise ;)

Harry erzählt: Wir beide starteten beim Nürnberg Marathon (den gab es mal vor einigen Jahren, nun ist es "nur" noch ein halber), Bernd läuft wie immer schneller los als ich, aber das war ich über die Jahre schon gewohnt. Meistens kriege ich ihn zwischen km 20-30 dann. Diesmal habe ich ihn aber auch bei km 6 noch gut im Blick. Ich laufe in einer großen Gruppe und Bernd sieht micht nicht. Plötzlich traue ich meinen Augen nicht. Bei einem 4er Tempo auf den Kilometer zieht er auf einmal sein Oberteil aus und wirft - das war wohl abgesprochen - es einer Passantin zu! Darunter trug ein völlig andersfarbiges Shirt, so dass ich ihn später auf meiner Aufholjagd nicht erkennen würde.

Irgendwann war er dann aber auch wirklich weg und ich bei km 30 ziemlich platt. Vielleicht sollte es heute nicht mein Tag werden. Auf einmal ruft mir eine Bekannte zu "der Bernd is nich weit weg und sieht übel aus!". Das zündet bei mir eine innere Explosion und ich ließ alle Mitlaufenden wie müde Fußgänger aussehen! Nur 5km dauerte es bis ich Bernd beim "Versicherungstower" stellen konnte. Ich will mich erst einmal ausruhen und verharre 5m hinter ihm in seinem "Sichtschatten", doch er riecht mich förmlich und dreht sich um. "Erfreut sieht auf jeden Fall anders aus ;)"
Enttarnt gebe ich sofort Gas und will die Sache nun entscheiden! Ich komme wieder in den Laufmodus wo links und rechts von mir die Welt untergehen könnte, und ich würde es nicht merken. Nach einem Kilometer würde mich schon die Distanz interessieren, die ich mir erarbeitet habe. "Hat er schon aufgegeben?" Ein kurzer Seitenblick genügt um Erstaunliches festzustellen: Er ist dirkt neben mir und sieht aus als wenn er mich jeden Augenblick bei lebendigem Leib fressen würde!! Warum gibt der Hund nicht endlich auf und quält mich so??!! So laufen wir beide - am äußersten Limit - den Nordwestring entlang und biegen in die Regensburger Str. als ich fatalerweise einen Becher Wasser zu mir nehme. Dies kostete mich von einer auf die andere Sekunde 10m Abstand zu einem plötzlich fliegenden Bernd! Ahhh...ich kann sie nicht mehr einholen, beide laufen wir in 3:13 ein, nur Bernd leider ein paar Sekunden schneller als ich!

Wenn man solche Freunde hat....  :)

haut rein!
krelli

Freitag, 15. Januar 2010

Das Duell der Giganten - Teil 2


Harry beim warm up an der Heizung

Hallo zusammen,

nachdem ich die Kontrahenten Harry und Bernd letzte Woche vorgestellt habe, schreibe ich nun über die eigentlichen Wettkämpfe zwischen den beiden. Dazu sei vorab gesagt, dass für beide die Platzierung im Feld bei weitem nicht so wichtig ist, wie die Platzierung untereinander. Das muss man sich bei all den Geschichten vor Auge halten.

Hier gehts zum ersten Teil:


Ironman Frankfurt
Also beginnen wir einfach mal mit Bernds "Husarenstreich"!!
Auf den Langdistanz-Triathlons war normalerweise immer Harry der schnellere von beiden und Bernd hatte oft das Nachsehen. Harry konnte sich meistens einen Vorsprung beim Schwimmen und Radfahren erarbeiten, den er dann ins Ziel brachte. Nur diesmal nicht ;)

Kurz vor dem Schwimmstart läuft Bernd noch einmal zurück zur Wechselzone und tarnt sein Rad mit einer Decke. Der Coup gelingt. Harry, der sich vorher natürlich den Standpunkt von Bernds Rad gemerkt und 5mal abgelaufen ist, sieht es nirgendwo und denkt fortan dass Bernd vor ihm aus dem Wasser kam. Er flucht und schimpft, das gibts doch nicht, zum ersten Mal ist Bernd schneller nach dem Schwimmen als er.

Egal, er denkt sich dass er Bernd beim Radfahren mindestens eine halbe Stunde abnimmt und ihn nach einer Stunde eh einholt. Er legt sich sogar schon einen witzigen Spruch bereit für das Überholmanöver ;)
Nach 100km wundert Harry sich langsam, weit und breit kein Bernd in Sicht. Bei km 160 plagen ihn schon die ersten Zweifel, ob sein Kontrahent wohl verbotene Substanzen zu sich genommen hat, das gibt es doch nicht!!

Endlich die Laufstrecke, Harry sieht Denise (eine Bekannte der beiden) und ruft ihr zu "Ist Bernd schoon duurch??!!" Sie antwortet "Ja", wie sich später herausstellt hat sie Harry gar nicht richtig verstanden, aber hat einfach mal "ja" gerufen...Harry geht mit einem 5er Tempo an, was eigentlich viel zu schnell für ihn ist, aber Bernd ist ja vor ihm, es bleibt ihm also keine Wahl. Schließlich geht es heute um viel - der Verlierer muss 400km am Stück Radfahren...und Harry möchte das auf keinen Fall erleben! :))
Nach einer Runde (4 Runden a 10,5km, keine Wendepunktstrecke) sieht er seine Frau und will nun konkret wissen wo Bernd ist.
"6 Minuten vor dir" hört er staunend, das darf doch nicht wahr sein!
Harry läuft noch schneller, merkt aber bei km 20 dass es nicht mehr geht, der Magen streikt, kein Ziel mehr vor Augen: er muss gehen...

Bei km 28 war er dann da, Bernd auf seiner vermeintlichen Überrundung, doch zu Harry's Überraschung hatte er dasselbe farbliche Bändchen am Arm wie er!!! d.h. er war die ganze Zeit hinter ihm, ja Harry war sogar nach der ersten Laufrunde 6min vor der Überrundung von Bernd gestanden!!! :)) Mit diesem Wissen hätte er das Ganze locker nach Hause geschaukelt und hätte sich nicht so verheizen müssen. Was für eine bittere Niederlage!!

Da Wettschulden natürlich Ehrenschulden sind, begab sich Harry im Folgenden wirklich und wahrhaftig auf die 400km Radtour.


Bernd mit verdrehter Nummer um den Gegner zu verwirren

100 km Lauf von Biel
Wenn die meisten schlafen, gibt es auch welche die Laufen, z.B. 100 km in Biel von 22.00 ab bis in den nächsten Tag hinein. So auch im Fall Harry und Bernd. Dazu sei angemerkt dass bei Bernd (laut eigenen Aussagen) das Trainingsbudget, aufgrund seiner anderweitigen Verpflichtungen echt "auf Kante genäht" ist (nur 720 Trainingsstunden im Jahr). Um auf sein Budget zu kommen kann er manchmal eben nur nachts ein kleines Läufchen machen, wenn andere tief und fest schlafen.

Harry und er liefen die ersten 30 km gemeinsam, dann startete Bernd eine Attacke als Harry gerade in einen Telefonanruf aus Deutschland (Stefan) verwickelt ist und beschleunigte. Aber nach ca 2 bis 3 km holte ihn Harry wieder ein. Bernd gab nicht auf, im Gegenteil: ca. 5 km später, nach einer weiteren Verpflegungsstation, bei der er nichts zu mir nahm, wollte Bernd es wissen und Harry endlich abhängen. Das ging ganz gut, beim Durchlaufen einer kleinen Ortschaft mit vielen Kurven baute er den Vorsprung aus, sodass Harry ihn fortan nicht mehr sehen konnte, die Kurven der Ortschaft leisteten hierfür gute Dienste. So lief er alleine bis km 60, wollwissend, dass, wenn der Gegner einen nicht mehr sieht, er moralisch schneller aufgeben würde.

Was Bernd aber nicht wußte, war, dass auch Staffeln mit am Start waren und die Militärmeisterschaft stattfand, die nur Teile der 100km liefen und somit schneller laufen konnten (z.b. 33 km), er war überrascht, dass ihn immer wieder Läufer, sogar in Scharen überholten. So ging der Stress weiter: "Ist es Harry, der mich da schon wieder überholt?" Es war nämlich stockduster! Bei km 60 in Kirchberg in der Nacht um ca. 4:00, einer der größten Verpflegungsstationen des Laufes (es gab neben Bouillon, Brötchen alles was das Herz begehrt), sah er genau auf die hinter ihm Einlaufenden, um Harry nicht zu verfehlen, falls er versucht, unbemerkt an ihm vorbeizulaufen. Er kam nicht, so gönnte Bernd sich noch 2 Minuten extra Pause um sich für den berühmt-berüchtigten HoTschi Minh - Pfad, ein leicht abschüssiges ausgetrocknetes Flußbett als single Trail in total finsterer Umgebung, vorzubereiten.

- hier muss man kurz anmerken dass beide wirklicher Meister der unbemerkten Überholvorgänge sind, das Wechseln der Klamotten (mitten im Wettkampf) kurz vor dem Überholen ist da noch eher harmlos bzw. völlig normal -

In den folgenden 10 km dieses Pfades vermutete Bernd ihn immer knapp hinter sich, im Nachhinein stellte sich auch heraus, dass Harry, aufgrund einer Tempoverschärfung seinerseits ihm dicht auf den Fersen war und Bernd sprichwörtlich "riechen" konnte. Immer wenn Bernd einen Rempler von hinten (da ist ein Durchlauf durch Nürnbergs Breite Gasse in der Weihnachtswoche ein Dreck dagegen!) von einem Überholenden bekam, in dieser Finsternis, dachte er, Harry sei es. Aber er war es nicht. Bei km 74 machte Bernd eine Pinkelpause und drehte sich dabei gegen die Läufer, nur um sehen zu können ob er nun endlich kommt? Er kam nie, aber er war bei km 78 so dicht an Bernd dran, dass er ihn (seine Silouette) in der Ferne sehen konnte.

Im "Tal des Todes" bei km 90 und bei stechender Sonne am Morgen gegen 7.30 wurde Bernd langsamer (sein Ziel, die 100 km unter 10 Std. zu laufen mußte er aufgeben), fast bei jeden Schritt drehte er sich um, in der Katastrophenphantasie, Harry doch noch zu sehen. Endlich nach 100 km und 10:38 Gesamtzeit war Bernd im Ziel. Was für eine Tortur!!
Harry bekam bei km 80 Blutblasen und konnte danach nicht mehr richtig laufen, ca. 2 Std. später erreichte auch er das Ziel. Bernd hätte sich einige Pulsschläge sparen können als er sich während der letzten 10 km ständig nach Harry umdrehte ;)

...beim nächsten Mal ist Harry dann am Drücker!! :)

viel Spaß beim nächsten Wettkampf mit den Freunden!
krelli

Freitag, 8. Januar 2010

Das Duell der Giganten!!

Hallo Leute,

heute mal der Beginn einer kleinen Serie zum Motivieren und zum Schmunzeln. Hier der erste von den drei Teilen:

Über Triathlon allein kann man ja schon ganze Bücher füllen. Neben den historischen Duellen und hochglanzpolierten Zieleinläufen ganz vorn im Feld, gibt es aber noch Duelle am Rande die um einiges spannender sind :)

Ein gutes Beispiel über Triathlonverrückte sind Harry und Bernd. Beide sind zwei echte Blutkrieger, d.h. auf der Rennstrecke aber auch außerhalb duellieren und reizen sich beide bis aufs Blut (im wörtlichen Sinne ;) Beide haben schon so viele Wetten gegeneinander abgeschlossen, dass ich sie schon gar nicht mehr zählen kann. Aus dem gleichen Grund kann ich auch im Leben nicht alle Stories erzählen die ich schon von Harry und Bernd gehört habe.
Im Folgenden versuche ich es trotzdem mal. Vielleicht motiviert es ja den ein oder anderen um in dieser Jahreszeit mal wieder vor die Tür zu gehen:



Harry ist ein wirkliches Unikat. Um sich an seinen neuen Aerohelm zu gewöhnen, trug er ihn beispielsweise beim Autofahren. Nun stellt euch vor ihr steht an der Ampel und der Fahrer im Wagen neben euch trägt so ein Ding, was denkt ihr?...genau
Zusätzlich dazu testete er den Helm sogar beim Schwimmen. Im günstigsten Fall hätte er die Wechselzeit gespart! Das nenne ich Pioniergeist! Leider wurde ihm der Test nach der zweiten Bahn vom Bademeister untersagt, naja...es gab immer Leute die sich gegen den Fortschritt gestellt haben.

Oben auf dem Bild seht ihr Harry beim Zieleinlauf beim Ironman Zürich, dort gab es eine Hawaii-Reise für das schönste Finisherfoto zu gewinnen, aus dem Grund wechselte Harry kurz vorm Ziel noch einmal in seinen Neo und stülpte sich den Aerohelm darüber (ein Kraftakt den ich am Ende von so einem Rennen nicht mehr hinbekommen würde ;)...leider wurde er damit lediglich Zweiter!

Harry hält grundsätzlich nichts von "nicht atmungsaktiven Klamotten", am liebsten würde er den ganzen Tag im Radtrikot herumlaufen. Mit Vorliebe trägt er Funktionswäsche mit dem Ironman-Logo drauf....hmm, wenn ich mich recht erinnere habe ich ihn noch nie ohne dieses Logo gesehen :)
Legendär ist die Geschichte als er seine "gute Bürogarnitur" (wovon er tatsächlich nur eine besitzt) zuhause vergessen hatte und mit Radhose und Radtrikot in die Arbeit ist. So weit so gut, normalerweise würde sich keiner daran stören. Nun wurde aber an diesem Tag zufällig ein von Harry völlig unerwartetes Meeting anberaumt. Harry trabte los zum Meeting-Raum, dort ließ ihn aber die Sekretärin (oh Wunder ;) nicht in den Raum ein. Also machte er sich im Büro auf die Suche nach einem Kollegen in seiner Kleidergröße. Sein Opfer war schnell gefunden, der Azubi! Dieser musste dann Harry seine Hose und sein Hemd "leihen" und saß fortan mit Harries Radgarnitur am Schreibtisch und traute sich nicht mal mehr aufs Klo zu gehen. Gegen 16:30 verließ Harry das Meeting mit den Worten: "mein Azubi muss den Bus erwischen und braucht seine Klamotten, ich muss los."

Bernd auf der anderen Seite ist der eher Ruhigere von beiden. Seit ich ihn kenne, hat er noch nie (ich schwöre es!) sein Rad geputzt. Dazu kann ich folgende Anektode erzählen. Beim Erlanger Triathlon wurde Bernd vom Schiedsrichter angehalten mit folgenden Worten: "Mein Junge, möchtest Du noch schneller Radfahren?
Er sagte: "ja, sicher doch, das wollen wir doch alle." Er meinte daraufhin: "Dann bring mal Dein Rad auf Hochglanz."
Allein wenn er das mal tun würde, wäre er schon 10min schneller im Wettkampf, so viel Zusatzgewicht wie er da mit sich herumschleppt.

Bernd fährt außerdem zu jeder Jahres- und Tageszeit sein Wettkampfrad. Ein anderes hat er glaub ich nicht. Wer ihn also bei Schnee und -10Grad im Winter auf dem Aerorad frieren sehen möchte, muss nur mal zu unseren Trainingsausfahrten kommen. Apropo frieren...Bernd ist noch einer der alten und harten Schule, d.h. er startet immer noch in Badehose und kurzem Leibchen. Gut das es noch solche Athleten gibt die die Tradition hochhalten.



Außerdem trainiert Bernd eigentlich fast so viel Grundlage wie die Profis unserer Zunft und hat dabei eine Fettverbrennung die einen Jan Ulrich zum Weinen bringen würde. Ausgerüstet mit einer einzigen Mohrrübe bringt er problemlos 7stündige Radfahrten hinter sich. Aus dem Grund wäre Bernd auch der geeignete Kandidat für den Titel auf die 10fache Ironmandistanz!!

nachdem ich beide nun vorgestellt habe, geht es im nächsten Teil ans Eingemachte und ich werde von den aberwitzigen Duellen und Wettkämpfen der beiden gegeneinander berichten!

bleibt dran!
krelli